Winterspaziergänge bei blühenden Geranien in der Palmstraße sind phantastisch. Wagt man sich etwas weiter, landet man am Isarufer, wenn man Glück hat, in Begleitung eines Hundebesitzers wie es Herr M. ist. Das ist mir heute widerfahren, und ich irre mich nicht, wenn ich behaupte, das Themenspektrum war heute besonders groß, das Gesprächsthemenspektrum meine ich damit, nicht das Verhaltensspektrum des Hundes. (Letzteres war eher ambitioniert-konditioniert). Man gräbt längst überholte, über die Maßen redundante Themen aus wie den Darmpolypen von Susan Stahnke, taucht in die hohen Weihen der Bloggerwelt ein und fragt sich, ob es einem je gelingen wird, beachtet zu werden.
Das Beste an so einem Spaziergang allerdings sind die Menschen, die einem begegnen. Verlasse ich meine eigenen vier Wände, erlebe ich draußen oftmals folgendes Phänomen: Ich sehe Menschen, die ich aus der Medienwelt kenne. Nein, das ist jetzt falsch formuliert. Ich glaube nur, sie zu sehen. Neulich stand ich mit Chris Martin von Coldplay an Münchens ältestem Stand'l an der Isar. Mich überrascht das inzwischen nicht mehr. Heute, zum Beispiel, kam mir Roger Willemsen entgegen, und ich dachte mir, Mensch, der hat aber die Ruhe weg so kurz vor seinem Auftritt heute Abend im Lustspielhaus. Und das gibt mir Sicherheit. So konnte auch ich beruhigt nach Hause gehen und den lieben Gott einen langen Tag sein lassen - oder so ähnlich.
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Sonntag, 7. Januar 2007
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